Wichtige Hinweise: Der vorliegende Auszug aus dem offiziellen Geschäftsbericht wurde speziell für die Präsentation im Internet erstellt. Es handelt sich um eine stark gekürzte Version. Bitte beachten Sie, dass sich die Genehmigungsanträge / -beschlüsse des Verwaltungsrates und der Generalversammlung auf die ungekürzte, gedruckte Version in deutscher Sprache beziehen. Nur dieser kommt Verbindlichkeit zu. Der vollständige Bericht (in Deutsch) kann mit den nachstehenden Links bestellt oder heruntergeladen werden.
Die Berichterstattung ist stellenweise mit einem Blick auf mittel- und längerfristige Erwartungen verbunden. Alle auf die Zukunft bezogenen Aussagen beinhalten Unsicherheiten. Sie sind Projektionen, welche die Sicht der heutigen Entscheidungsträger reflektieren. Die tatsächlichen zukünftigen Ereignisse und Entscheide können insbesondere auf dem Hintergrund veränderter Umweltbedingungen anders ausfallen. Alle zukunftsbezogenen Aussagen basieren auf Fakten, wie sie zum Zeitpunkt des Erstellens des Berichtes im März 2010 vorlagen.
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, geschätzte Damen und Herren
Mit CHF 22,1 Mio. haben wir einen neuen Rekordgewinn erzielt. Basis für dieses ausgezeichnete Resultat ist eine Kostenreduktion von 2,2% gegenüber dem Vorjahr kombiniert mit einer guten Frequenzentwicklung und einem guten Wintergeschäft. Während wir uns auf das Jahr 2009 vorbereiteten, schlitterte die Weltwirtschaft immer tiefer in eine Finanzkrise. Die Auswirkungen auf die übrige Wirtschaft waren unklar und veranlassten zu vorsichtigem Handeln. Wir strafften die Budgets und leiteten Sparmassnahmen ein. Bei aller Zurückhaltung waren wir dennoch überzeugt, dass schwierige Zeiten auch Chancen bieten würden: Mit gezielten Aktionen positionierten wir das Jungfraujoch–Top of Europe stärker in den Nah- und Binnenmärkten. Dass es aber mit 651 000 Gästen auf dem Jungfraujoch–Top of Europe gerade eines der besucherstärksten Jahre werden würde und gleichzeitig ein starker Winter eintraf, durften wir uns nicht erhoffen. Umso grösser ist unsere Freude über das Ergebnis. Wir sind uns bewusst, dass sich anhaltend hohe oder gar steigende Passagiervolumen künftig auch auf der Aufwandseite wieder bemerkbar machen werden. Es wird unsere Aufgabe sein, dem Kostendruck standzuhalten, und dafür zu sorgen, dass die Ausgaben nicht überproportional wachsen, damit auch die im Wettbewerb notwendigen Investitionen in Erneuerung und Attraktivitätssteigerung getätigt werden können.
Grundpfeiler der Strategie Als Verbund über hundertjähriger Unternehmen hatten die Jungfraubahnen schon öfters wirtschaftlich turbulente Zeiten durchzustehen. Es bewährt sich, in solchen Situationen an den soliden Grundpfeilern der Strategie festzuhalten: Wir verbessern unverändert Qualität, fördern Kundennähe und wachsen primär endogen durch bessere Auslastung und neue Attraktionen. Das Leitmotto zu Letzterem lautet: «Wir wollen 10 Monate Hochsaison!»
Die Jungfraubahnen bekennen sich zu einer Value-Strategie. Unsere strategischen Finanzziele sind langfristig auf die Generierung von Free Cashflow ausgerichtet. Sie sind geeignet, das Unternehmen dauernd auf dem Pfad des wirtschaftlichen Erfolgs zu halten. Der Erhalt einer gesunden Rentabilität und damit der Investitions- und Erneuerungsfähigkeit ist jedoch nicht nur eine Verpflichtung gegenüber den Aktionärinnen, Aktionären, sondern geschieht im Interesse aller Stakeholder und sichert damit letztlich einen beständigen «Service public».
Eine auf den 1. Januar 2009 eingeführte neue Organisation bewirkte eine verbesserte Führbarkeit der gesamten Unternehmung. Der operative Erfolg im wirtschaftlich ungewissen Jahr 2009 ist auch ein Resultat der verbesserten Steuerungsfähigkeit unserer Unternehmung und der Tragfähigkeit unseres Geschäftsmodells. Nicht nur kurzfristige Erfolge erwarteten wir von unseren zusätzlichen Marketingaktivitäten im Fernen Osten. Mit unserer unvermindert starken Präsenz signalisieren wir unserer treuen asiatischen Kundschaft auch in wirtschaftlich härteren Zeiten unsere Verbundenheit.
In seiner strategischen Arbeit legte der Verwaltungsrat unverändert einen Schwerpunkt bei der Gestaltung der Zukunft des Jungfraujochs–Top of Europe. Mit ihrer Anziehungskraft und Ausstrahlung ist die Jungfraubahn der Motor der Tourismuswirtschaft in der Region und die Cashcow der Gruppe. Aus den visionären Überlegungen für eine gänzlich neue Erschliessung des Jungfraujochs durch einen Schräglift resultierte bekanntlich das Entwicklungskonzept Jungfraubahn PREMIUM. Dieses Programm wurde nun ergänzt mit Masterplänen für die Attraktivitätserhaltung des Jungfraujochs– Top of Europe sowie die räumliche Entwicklung und Gestaltung der Kleinen Scheidegg. Bereits auf das Jubiläumsjahr 2012 können wir erste Teileaus dem Masterplan Jungfraujoch verwirklichen. Das Jungfraujoch– Top of Europe wird zum Aufbruch ins neue Jahrhundert herausgeputzt und für den erwarteten Besucherandrang vorbereitet. Wir verfeinern zudem derzeit die Planung für diejenigen Etappen, die ein grösseres Bauvolumen auslösen werden. Für diese werden wir zu gegebener Zeit einen Teil des angesparten Free Cashflows einsetzen. Die erarbeiteten Mittel werden so gewinnbringend reinvestiert.
Der Verwaltungsrat hat auch die Strategie für das Geschäftsfeld Wintersport geklärt und weiterentwickelt. Mit seinem Kostendeckungsbeitrag ist es nach wie vor wertvoll und auch aus dem Gesichtspunkt der Risikodiversifikation ein wichtiger Bestandteil des Konzernportfolios. Ohne Wintersportgeschäft würde sich der Betriebsgewinn um rund CHF 8 Mio. verschlechtern. Doch gerade in diesem Bereich sind wir einem hohen Konkurrenzdruck ausgesetzt und zu ständiger Erneuerung und Modernisierung gezwungen. Priorität geniessen nach wie vor die Beschneiungsanlagen, die heute zum Standard moderner Skigebiete gehören. Transportanlagen werden nur dort erneuert, wo auch die entsprechende Pistenqualität sichergestellt ist. Mit der Fertigstellung der Beschneiung der Talpiste nach Grindelwald im Jahre 2010 und mit dem Ausbau der dritten Sektion der Gondelbahn Grindelwald-First – um einen unbeliebten Transportengpass auf Schreckfeld zu beheben – setzen wir weiter alles daran, unserer Kundschaft einen zeitgemässen Service zu erhalten. Die Sesselbahn «WIXI», die direkt zum Start der berühmten Lauberhornabfahrt führt, werden wir voraussichtlich im Jahre 2012 erneuern. Mit unserer Investitionspolitik schaffen wir die Voraussetzungen, um unseren Deckungsbeitrag aus dem Wintersport zu erhöhen und zusammen mit unseren Partnern die Skiregion «JUNGFRAU Winter» auf Platz vier der Schweizer Skidestinationen (nach Gästezutritten) zu halten.
Erläuterungen zur konsolidierten Jahresrechnung Im schwierigen Marktumfeld erzielte die Jungfraubahn-Gruppe 2009 einen unerwartet hohen Umsatz von CHF 134,3 Mio. Wesentlich dazu beigetragen hat die Tatsache, dass der Verkehrsertrag zum dritten Mal in der Geschichte die 100-Mio.-CHF-Grenze überschritten hat und lediglich 1,1% unter dem Rekord des Vorjahrs blieb. Die Einbussen in den starken asiatischen Gruppenreisemärkten konnten mit gezielten Aktionen für Einzelreisende im Heim- und in den Nahmärkten beinahe vollständig kompensiert werden. In Erwartung eines schwierigen Jahres wurden konsequent Kostensparpotenziale gesucht. Dank einem restriktiven Einsatz von Ressourcen ist es trotz des über den Erwartungen ausgefallenen Gästeaufkommens gelungen, die Betriebskosten um CHF 1,9 Mio. zu senken. Als Folge davon übertraf der EBITDA erstmals die 50-Mio.-CHF-Marke. Mit 22,1 Mio. resultierte schliesslich der höchste Jahresgewinn in der Geschichte der Jungfraubahn-Gruppe.
Finanzielle Zielgrössen, Aktienbezugsprogramm Die strategischen Finanzziele der Gruppe widerspiegeln die Orientierung an langfristigen Zielen und die Politik eines wertorientierten Unternehmens. Die wichtigsten Grössen, welche die Finanzplanung der Gruppe bestimmen, sind Ertragsziele und auf den Free Cashflow ausgerichtete Ziele:
Umsatzrendite ≥ 12% EBIT-Marge ≥ 15% Investitionen/Cashflow < 50% Payout-Ratio 33% bis 45% Summe Free Cashflow 2004 bis 2013 ≥ CHF 130 Mio. Eigenfinanzierungsgrad > 70%
Sämtliche Zielgrössen wurden 2009 übertroffen: Die Umsatzrendite betrug 16,5%, die EBIT-Marge erreichte 21,0%. 46,0% des Cashflows wurden reinvestiert. Mit der beantragten Dividendenerhöhung auf CHF 1.60 pro Aktie beträgt die Payout-Ratio 42,2%. Die kumulierten Free Cashflows haben nach sechs Jahren (2004–2009) CHF 116,4 Mio. erreicht und liegen damit deutlich über der linearen Zielvorgabe. Der Eigenfinanzierungsgrad beträgt 75,3%. Die verdienten Cashflows erlaubten es der Jungfraubahn-Gruppe, wichtige Projekte zu realisieren. Mit diesen Vorhaben sicherte sie ihre Ertragskraft. Alle Investitionsvorhaben werden jedoch nur in Angriff genommen, wenn sie im Rahmen der Eigenfinanzierung, das heisst durch die erwirtschafteten Cashflows, getragen werden können und wenn sie auch im Rahmen der Detailerarbeitung einer näheren Wirtschaftlichkeitsprüfung standhalten.
Der relativ grosse Bestand an eigenen Aktien ermöglichte es der Generalversammlung vom 25. Mai 2009, ein Aktienbezugsprogramm zu beschliessen. Der Besitz von 25 Aktien berechtigte zum Bezug einer weiteren Aktie aus dem Eigenbestand zum Vorzugspreis von CHF 20.–. Der Wert des Bezugsrechts belief sich auf CHF 1.20. Von den 5 295 275 Bezugsrechten wurden 68,7% ausgeübt und 28,7% der Jungfraubahn Holding AG zum Kauf angedient. 2,6% der Bezugsrechte sind ungenutzt verfallen. Es konnten 145 633 Aktien (2,5% des Aktienkapitals) platziert werden. Die Jungfraubahn Holding AG hat nun noch 6,8% ihrer Aktien im Eigenbestand. Das Programm wirkt sich in der Konzernbilanz mit einer Verminderung des Eigenkapitals im Umfange von CHF 2,547 Mio. aus.
Investitionstätigkeit, Bilanz Im Berichtsjahr wurden insgesamt CHF 21,4 Mio. investiert. Am 12. Dezember konnte mit der neuen 6er-Sesselbahn Eigernordwand die wichtigste Neuanlage und grösste Investition 2009 in Betrieb genommen werden. Erweitert wurde die Beschneiungsanlage Kleine Scheidegg, sodass jetzt alle Hauptpisten unserer Beschäftigungsanlagen beschneit werden können. Bereits im Frühsommer konnte mit dem Alpenspielplatz auf Bort eine wichtige Ergänzung unseres vielfältigen Angebots im Firstgebiet eröffnet werden. Mit der Erneuerung der Produktionsanlagen unseres Kraftwerks in Lütschental und der Erhöhung der Förderleistung der Firstbahn wurden zwei weitere, vielversprechende Investitionsprojekte gestartet. Die Konzernbilanz per 31. Dezember 2009 zeigt nach wie vor ein sehr solide finanziertes Unternehmen und ein für die Bergbahnbranche typisch anlageintensives Bild: Die Sachanlagen machen 92,3% der Bilanzsumme aus, die Eigenkapitalquote beträgt 75,3%.
Jungfraujoch–Top of Europe Das Jungfraujoch–Top of Europe ist der stärkste Ertragspfeiler und Träger der Marke der Gruppe. Herzstück dieses Geschäftsfelds ist die höchstgelegene Eisenbahnstation Europas auf 3454 m ü. M., innerhalb des UNESCO Welterbes SCHWEIZER ALPEN Jungfrau-Aletsch gelegen. Unsere Gäste besuchen und fühlen eine hochalpine Erlebniswelt inmitten von imposanten Berggipfeln, Gletschern und Schnee. Die Zahnradbahn von der Kleinen Scheidegg durch die Massive des Eigers (3970 m ü. M.) und Mönchs (4108 m ü. M.) ist auch international als eine der führenden Tourismusattraktionen positioniert. Traditionsgemäss stark ist die Nachfrage nach dem Jungfraujoch im asiatischen Raum. Als Folge der Wirtschaftskrise und der damit verbundenen Abwertung des Won war ein markanter Besucherrückgang aus Südkorea zu verzeichnen, auch eine Einbusse aus Japan war spürbar. Andere Märkte, wie beispielsweise Indien, waren weit weniger betroffen. Auch aus China waren durchaus positive Signale zu empfangen. Sehr erfolgreich waren die in Zusammenarbeit mit Coop durchgeführten Aktionen auf dem Schweizer Markt.
Im Vorjahr war das Jungfraujoch in der Hochsaison an seine Kapazitätsgrenzen gelangt. Seit Ende Mai 2009 ist deshalb die Zahl der Passagiere, die zur höchsten Bahnstation Europas fahren dürfen, auf 5000 pro Tag beschränkt. Eine limitierte Anzahl von Plätzen steht für die Reservation durch Einzelreisende im Internet zur Verfügung. So ist es möglich, sich im Voraus einen der begehrten Plätze definitiv zu sichern. Dieses Massnahmenpaket bewährt sich, die Qualität des Ausflugs wird erhöht und die Marke Jungfrau–Top of Europe langfristig aufgewertet. Dass es insgesamt acht Mal hiess: «Jungfraujoch ausgebucht!», unterstrich die Exklusivität des Angebots. Langfristig werden unter dem Titel Jungfraubahn PREMIUM teils visionäre Ideen umgesetzt, die unter anderem eine Erhöhung der Tageskapazität ermöglichen. In einer ersten Etappe dieses Programms werden ca. CHF 2 Mio. eingesetzt zur Erneuerung der bestehenden Infrastrukturen und zum Ausbau des Wanderweges Eigergletscher–Kleine Scheidegg.
Risk Management Im Rahmen des Risikomanagements befassen sich die Jungfraubahnen mit möglichen Ereignissen, die geeignet wären, das Unternehmen vom Weg zu ihren strategischen und finanziellen Zielen abzubringen. Dabei identifizieren sie sowohl Chancen wie Gefahren. Diese werden regelmässig im Rahmen der Aktualisierung der SWOT-Analyse auf allen Stufen der Führung besprochen. Die Jungfraubahnen verfügen über ein den gesetzlichen Anforderungen entsprechendes internes Kontrollsystem (IKS). Mit diesem Instrument wird im besonders sensiblen Bereich der Finanzen die Compliance überprüft und bezüglich der Richtigkeit und Zuverlässigkeit der Berichterstattung zusätzliche Sicherheit geschaffen.
Die aktuelle Wirtschaftslage führt zu namhaften Marktveränderungen. Diese werden – soweit sie vorübergehender Natur sind – zumindest im laufenden Jahr noch andauern. Wie den Ausführungen zu Beginn dieses Geschäftsberichts zu entnehmen ist, bewährten sich die im Jahr 2009 umgesetzten Gegenstrategien.
Ökologie Die imposante Natur steht im Mittelpunkt der Angebote der Jungfraubahnen. Es ist daher selbstverständlich, dass sich die Jungfraubahnen für einen schonenden, rücksichtsvollen Umgang mit ökologischen Werten und für eine landschaftsverträgliche Integration der Bauten und Anlagen einsetzen. Die Auseinandersetzung mit dem Thema Ökologie gehört sowohl im Betrieb als auch in der Erneuerungs- und Unterhaltstätigkeit zur ständigen Aufgabe. Im Zusammenhang mit den oben beschriebenen Anstrengungen um die Verbesserung der Führungsinstrumente nimmt das Umweltschutzmanagement eine wichtige Rolle ein. Neben dem Qualitätszertifikat erfüllen die Jungfraubahnen auch die «Ökonorm» ISO 14001. Ein wichtiges Anliegen ist den Jungfraubahnen der Schutz und die Zukunft des UNESCO Welterbes SCHWEIZER ALPEN, Jungfrau-Aletsch. In den verschiedensten Bereichen arbeiten Vertreter der Jungfraubahnen an der Umsetzung des Leitbildes mit. Sie helfen so, dieses wertvolle Label und die von ihm prämierte wundervolle Natur auch künftigen Generationen zu erhalten.
Verwaltungsrat Auf die Generalversammlung 2008 war eine Wiederwahl des Verwaltungsrates fällig geworden. Nicht zur Wiederwahl standen Peter Bohren und Peter Kappeler. Neu gewählt wurde Bruno Hofweber. Dieser wurde vom Verwaltungsrat zum Mitglied des Revisionsausschusses bestimmt. Ueli Winzenried wechselte gleichzeitig vom Revisionsausschuss in den Entschädigungsausschuss.Der Verwaltungsrat wünscht, die lokale Verankerung der Gruppe durch die Wahl eines weiteren geeigneten Vertreters aus der Region zu verstärken. Mit der Kandidatur des Grindelwalder Peter Baumann wird der Generalversammlung nun eine entsprechende Möglichkeit geboten. Überdies ergänzt und komplettiert der ETH-Ingenieur die Fachkompetenz im Verwaltungsrat in idealer Weise.
Aufgrund aktualisierter Vergleiche mit Benchmarkunternehmen, kotierten Berner Unternehmen und mit anderen Unternehmen aus dem Bereich Bahnen und Tourismus hat der Verwaltungsrat für das Berichtsjahr 2009 und auch für das laufende Jahr 2010 entschieden, keine Erhöhungen der Entschädigungen vorzunehmen. Anpassungen erfolgten lediglich im individuellen Bereich und im Rahmen bestehender Bandbreiten. Der erbrachten Leistung wird durch eine variable Komponente Rechnung getragen. Die Ausgestaltung orientiert sich an der Grundstrategie, welche die Aktie der Jungfraubahn Holding AG als Value Stock positioniert. Das Entschädigungssystem unterstützt somit die langfristige Wertsteigerung für die Anleger.
Ausblick ins Jahr 2010 Wir blicken zuversichtlich ins Jahr 2010. Der Buchungsstand lässt auf eine Trendwende in den asiatischen Märkten schliessen, und das Wintergeschäft zeigt, dass die hinter uns liegende Finanzkrise auch in den Nahmärkten die Nachfrage für die Bergbahnbranche nicht dauerhaft geschwächt hat. Allerdings ist eine gewisse Zurückhaltung beim Konsum nach wie vor festzustellen. Im Zweifelsfalle wird eher Verzicht geübt, was sich beispielsweise in Form noch grösserer Wettersensitivität unserer Skisportgäste auswirkt. Somit dürfte 2010 ein weiteres Jahr des Aufbaus werden. Eine gänzliche Erholung der touristischen Nachfrage erwarten wir frühestens für das Jahr 2011. 2012 feiert die Jungfraubahn ihr 100-Jahr-Jubiläum. Ein Anlass, der auf die gesamte Gruppe schon im Vorfeld positiv ausstrahlen wird. |