Verschwesterung Corcovado (Rio de Janeiro) & Jungfraubahnen (CH)

Verschwesterung zwischen der Corcovado Bahn in Rio de Janeiro, Brasilien und der Jungfraubahn in der Schweiz. Rio de Janeiro - Corcovado, 20. September 2006

Verschwesterung zwischen der Corcovado Bahn in Rio de Janeiro, Brasilien, und der Jungfraubahn in der Schweiz. Rio de Janeiro - Corcovado, 20. September 2006

Nachdem im Frühjahr 2006 auf der Kleinen Scheidegg die Verschwesterung der Jungfraubahn und der Corcovado Bahn stattfand, wurde gestern bei einem Gegenbesuch einer Delegation der Jungfraubahn in Brasilien der feierliche Akt vollzogen. Die zwei weit über ihre Grenzen hinaus bekannten Zahnradbahnen bekräftigten ihre Zusammenarbeit im Marketing- und Technikbereich. Prof. Thomas Bieger (Verwaltungsratspräsident der Jungfraubahn Holding AG), Walter Steuri (CEO) und Fritz Jost (technischer Leiter der Jungfraubahn), tauften zusammen mit Frau Marilia Carcia Ferreira Neves, (Verwaltungsratspräsidentin der Corcovado Bahn) und Savio Neves Filho (Vorsitzender der Geschäftsleitung) einen Triebwagenzug der Corcovado Bahn auf den Namen Jungfrau.

Gemeinsame Geschichte, gemeinsame Technik
Zu den bekanntesten Wahrzeichen Rios gehört neben dem Zuckerhut und dem Karneval, der 710 Meter hohe Aussichtsberg Corcovado mit der weithin sichtbaren Christusstatue. Zum Gipfel führt eine nach Schweizer Vorbild gebaute Zahnradbahn.
Die Jungfraubahn ist weltweit bekannt für ihre Linienführung zur höchstgelegenen Eisenbahnstation Europas auf dem Jungfraujoch. Beide Bergbahnen sind am Ende des vorletzten, respektive zu Beginn des letzten Jahrhunderts gebaut worden, zu einer Zeit also, in der die Eisenbahntechnologie zum ersten Mal internationale Reisen möglich machte: die Corcovado Bahn wurde 1884 eröffnet, der erste Teilabschnitt der Jungfraubahn im Jahre 1898. Die Corcovado Bahn durchquert auf ihrer Fahrt ein tropisches Waldgebiet, welches als Nationalpark den Schutz eines UNESCO-Biosphärenreservates geniesst, und der der Rio-92-Konferenz für Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung als Symbol diente. Die Jungfraubahn macht das UNESCO Welterbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn zugänglich.
Sowohl die Corcovado- wie auch die Jungfraubahn benutzen das gleiche schweizerische Zahnradsystem. Die Schweiz ist stolz, ihre Bergbahntechnologie in die ganze Welt exportieren zu können. So sind auch die Triebwagen der Corcovado Bahn identisch mit der vorletzten Generation der Jungfraubahn.

 

Bei Weltenbummlern beliebt
Beide Ausflugsziele werden Jahr für Jahr von tausenden von Gästen aus den USA und dem fernen Osten besucht. Die Corcovado Bahn präsentiert Bilder der Jungfraubahn in ihrer Bergwelt rund um Eiger, Mönch und Jungfrau, im bizarren Gegensatz zum Urwaldreservat in Südamerika.
Mit gemeinsamen Marketinganstrengungen sind die beiden Unternehmungen bemüht, ihre doch sehr unterschiedlichen Marken zusammen zu präsentieren und weltweit in den Märkten zu festigen.

Technische Zusammenarbeit über den Atlantik hinweg
Die Corcovado Bahn mit Eisenbahntechnik aus der Schweiz schätzt die Zusammenarbeit auf technischem Gebiet sehr. Die Verschwesterung soll den Austausch von Knowhow vertiefen und die Weiterentwicklung für junge, ambitionierte Mitarbeiter ermöglichen. Die persönlichen Kontakte zwischen den Mitarbeitern bilden einen entscheidenden Teil des Erfolges bei internationalen Unternehmen.

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  • Weitere Unterlagen über die beiden Bahnen sind im Internet unter www.corcovado.com.br zu finden.

  • Bildlegenden:
    Verschwesterung Corcovado Bahn - Jungfraubahn in Rio de Janeiro
    (v.l.n.r Prof. Thomas Bieger, Verwaltungsratspräsident der Jungfraubahn Holding AG; Walter Steuri CEO der Jungfraubahnen; Frau Marilia Carcia Ferreira Neves, Verwaltungsratspräsidentin und Savio Neves Filho, CEO der Corcovado Bahn)

    Technische Zusammenarbeit der beiden Bahnen
    Fritz Jost, technischer Leiter der Jungfraubahn, zusammen mit Albert Blum, technischer Berater der Corcovado Bahn in der Werkstätte in Rio de Janeiro.

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erstellt 21.09.2006

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