Taufakt für die Alpenfeuerwehr auf der Kleinen Scheidegg

Am 11. Oktober 2007 ist die Alpenfeuerwehr auf der Kleinen Scheidegg offiziell getauft worden. Der neue Gemeindeverband ersetzt die bisherigen Feuerwehren Kleine Scheidegg und Jungfraujoch. 79 Angehörige zählt die Feuerwehr jetzt, davon 17 auf dem Jungfraujoch.

Der Wirkungskreis der Alpenfeuerwehr umfasst das gesamte Gebiet von der Kleinen Scheidegg über Eigergletscher und Jungfraubahn-Tunnel bis zum Jungfraujoch. Auf der Kleinen Scheidegg verläuft die Gemeindegrenze teils mitten durch Gebäude, ein Teil der Objekte liegt auf Grindelwald-, der andere auf Lauterbrunnen-Gebiet. Bisher wechselte deshalb die Zuständigkeit für die Feuerwehr Kleine Scheidegg alle vier Jahre zwischen Grindelwald und Lauterbrunnen.

Dies hatte zur Folge, dass unangenehme Geschäfte oftmals unerledigt blieben und auch finanzielle Fragen oft kaum geklärt werden konnten. Zudem waren die Entscheidungswege lang, bis etwas von der Feuerwehr bis zum Gemeinderat gelangte. Die Änderung dieser unbefriedigenden Situation wurde durch einen Brand beschleunigt.

Als am 14. August 2002 das "Stähli-Haus" auf der Kleinen Scheidegg brannte, offenbarten sich Mängel in der Ausrüstung und der Alarmierung. Damit die
Feuerwehr künftigen Aufgaben gewachsen war, mussten Verbesserungen vorgenommen werden.

Feuerwehrinspektor, Gebäudeversicherung Bern, das Regierungsstatthalteramt Interlaken und die Jungfraubahnen suchten nach Lösungen. Die dringende
Nachrüstung in der Höhe von rund 285'000 Franken liess sich nur realisieren, wenn eine klare Trägerschaft bestand. Schliesslich entschied man sich für einen Gemeindeverband. Das Organisationsreglement wurde in Lauterbrunnen am 5.12.2005 und in Grindelwald am 2.12.2005 genehmigt und auf den 1.1.2006 in Kraft gesetzt.

Seit der Verbandsgründung sind nun fast zwei Jahre verstrichen. Die Nachrüstung erfolgte in den Jahren 2006 und 2007. Angeschafft wurden ein Bergfink (mobiler Schnellangriff mit eigenem Wassertank von 200 Litern), Kreislaufatemschutzgeräte, Notstromgruppe, Korpsmaterial, Kommunikationsgeräte und persönliche Ausrüstungen.

 

Die Gebäudeversicherung Bern (GVB) übernahm 76% der Kosten, die Jungfraubahnen zahlten 20% und die Mehrkosten für den Atemschutz. Die Gemeinden Grindelwald und Lauterbrunnen teilten sich den Restbetrag (35%/65%).

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erstellt 22.10.2007

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