Die Nordwand-Dramen auf einem Erlebnisweg inszeniert

Die Jungfraubahnen haben den Erlebnisweg Jungfrau Eiger Walk eingeweiht. Auf dem Wanderweg zwischen der Station Eigergletscher und der Kleinen Scheidegg werden Triumphe und Tragödien dargestellt, die sich in der Eigernordwand abgespielt haben. Gekostet hat das Projekt rund eine Million Franken.

Der 2,5 Kilometer lange Jungfrau Eiger Walk ist mit Holzstelen markiert. Auf dem einfach begehbaren Wanderweg wird die Geschichte des Bergsteigens in der Eigernordwand inszeniert. Das sogenannte „Chilchli“ auf dem Fallboden wurde umgebaut. In ihm wurde ein sechs Meter hohes Modell des Eigers aufgestellt, das mit einer Motorsäge bearbeitet wurde und an dem 14 Routen durch die Nordwand mit einem Laser dargestellt werden. Dazu gehören unter anderen die Heckmair-Route, die auf die Erstbesteigung im Jahr 1938 zurückgeht oder die Japaner-Diretissima, die 1969 erstmals begangen wurde. Anhand des Eiger-Modells werden auch besondere Passagen wie die Spinne oder der Hinterstoisser Quergang erklärt. Alte Zeitungsausschnitte führen den Besuchern im „Chilchli“ vor Augen, was für dramatische Geschichten sich in der Eigernordwand zugetragen haben.

Die historische Mittellegihütte aus dem Jahr 1924 wurde auf den Grat der Loucherflue geflogen. Sie steht nun am Jungfrau Eiger Walk und dient als Ausstellungsraum für alte und moderne Bergsteigerausrüstungen. Entlang des Fallbodensees sind Namen in Naturstein eingraviert. Die Denkmäler erinnern an die 69 Bergsteiger, die ihr Leben in der Eigernordwand gelassen haben.

 

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erstellt 24.06.2011

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