Die Luftseilbahn Lauterbrunnen-Grütschalp ist 2006 in Betrieb genommen worden. Um nach 20 Betriebsjahren eine neue Betriebsbewilligung zu erhalten, muss die Luftseilbahn erneuert werden. Im Fokus steht dabei der sichere und störungsfreie Betrieb für die nächsten 20 Jahre. Die Erneuerung bietet aber auch Gelegenheit, Optimierungen vorzunehmen. Die neue Luftseilbahn in Leichtbauweise wird 135 Personen statt nur 100 Personen transportieren können. Dadurch wird die Förderkapazität der Luftseilbahn an die Kapazität der in den letzten Jahren erneuerten Adhäsionsbahn Grütschalp-Mürren angepasst. Die Kabine erhält auch denselben Anstrich wie die Adhäsionsbahn und wird, anders als bisher, unbegleitet fahren. Nebst der Kabine werden auch das Gehänge und das Laufwerk ersetzt.
Auch die Infrastruktur wird den heutigen Bedürfnissen angepasst. Bei der Tal- und Bergstation werden die Perroneinrichtungen erneuert. Für die bessere Lenkung der Fahrgäste sowie deren Sicherheit werden bei der Talstation in Lauterbrunnen ein zusätzliches Perron, eine neue Rolltreppe und hohe Perrontüren eingebaut. Zudem wird das Kassenhaus erneuert.
Schon heute rekuperieren die Adhäsionsbahn und die Luftseilbahn bei der Talfahrt Strom. Neu wird dank dem Einbau eines Energiespeichers die während der Talfahrt generierte Energie direkt vor Ort gespeichert, anstelle der Rückspeisung ins Energienetz. So kann die Energie bei der Bergfahrt der Seilbahn direkt wieder genutzt werden, was ökologisch und ökonomisch sinnvoll ist.
Während der Bauphase vom 13. April bis und mit 10. Juli 2026 wird der Betrieb eingestellt sein. Für die Anreise nach Mürren steht die Verbindung über Stechelberg zur Verfügung.