Aktuelle Projekte

Ausbau Doppelspurinsel

Die bisher vorhandenen Kreuzungsstationen zwischen Lauterbrunnen und Kleine Scheidegg erlaubten nur einen unregelmässigen Taktfahrplan mit unterschiedlichen Abfahrtszeiten und Anschlüssen. Damit ein regelmässiger Halbstundentakt mit gleichbleibenden Anschlüssen in Lauterbrunnen und Kleine Scheidegg angeboten werden kann, wurde eine neue Doppelspurinsel zwischen Wengen und Allmend gebaut. Der neue Fahrplan hat nun auch den Vorteil, dass die Züge in Wengen nicht mehr bis zu 15 Minuten auf den Kreuzungszug warten müssen. Die Inbetriebnahme erfolgte auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2011.

Beschaffung Fahrzeuge

In einem weiteren Schritt beabsichtigt die Wengernalpbahn, neue Reisezüge für die Strecke Lauterbrunnen – Kleine Scheidegg zu beschaffen. Um die heute zum Teil über 60-jährigen Fahrzeuge ersetzen zu können, werden in den nächsten Jahren neue Panoramazüge gekauft. Diese bieten den Fahrgästen nebst mehr Komfort auch eine schönere Aussicht auf die Berge rundherum. Das Datum der Inverkehrssetzung der neuen Züge ist im Moment noch nicht bekannt.

WAB PLUS, Ausbau Doppelspurinsel Wengen – Allmend

Der Bahnbetrieb auf der WAB-Strecke Lauterbrunnen – Kleine Scheidegg ist sehr kostenintensiv. Ein unregelmässiger Fahrplan, schlechte Anschlüsse sowie altes Rollmaterial entsprechen nicht mehr den Anforderungen an eine moderne Bergbahn. Ein weiteres Ärgernis bildete zudem der lange Zugaufenthalt in Wengen von bis zu 20 Minuten.

Die sehr guten Erfahrungen mit dem vergleichbaren Konzept WAB 2005 auf der Grindelwaldseite dienten als Basis für die Überlegungen auf der Wengenseite. Mit einer modernen WAB sollen ein regelmässiger Fahrplan im Halbstundentakt und vernünftige Anschlüsse sichergestellt werden. Mit dem geplanten 4er-Umlauf des Rollmaterials kann zudem bereits mittelfristig Personal und Rollmaterial gespart werden. Dies setzt jedoch eine Doppelspurinsel oberhalb von Wengen voraus. Die Kreuzungen in Wengen und Allmend entfallen damit.

Mit dieser Massnahme kann die Fahrplanflexibilität entscheidend gesteigert, der Rollmaterialumlauf verbessert und letztlich das Hautziel, die geforderte Fahrplanoptimierung erzielt  werden. In einem Folgeschritt soll später das veraltete Rollmaterial durch moderne und geräuscharme Niederflurfahrzeuge ersetzt werden.

Projektumfang

Der Doppelspurausbau erstreckt sich von Km 4.365 bis Km 5.277 auf einer Länge von 912 m mehrheitlich parallel und bergseitig der bisherigen Gleisachse. Die Gleisanlage wird als Doppelspurinsel unter Einbezug des heute bestehenden Gleises mit einem verstärkten Oberbau umgesetzt. Das Längenprofil orientiert sich am Ist-Zustand. Stellenweise muss das bestehende Gleis verlegt werden, um möglichst kleine Hanganschnitte zu erhalten. Die Fahrleitungsanlage wird auf weiten Teilen neu erstellt. Seitlich zum Bahntrasse werden ein Kabelkanal sowie eine bergseitig liegende Gleiskörperentwässerung angeordnet. Verschwinden wird die freistehende und unschöne Schaltanlage. Diese liegt im Baubereich und wird bei dieser Gelegenheit unsichtbar im Umformergebäude Wengen untergebracht. Zur bahntechnischen Streckenausrüstung gehört auch die Ergänzung der Sicherungsanlage.

Mit dem Ausbau verbunden sind verschiedene Hanganschnitte mit anschliessender Sicherung, dem Bau von rückverankerten Stützmauern (Schwergewichtsmauern) sowie umfangreiche Geländeanpassungen.

Ein Grossteil des abzutragenden Materials von ca. 13'000 m3 kann, dank einvernehmlichen Lösungen mit den Grundeigentümern und Umweltbehörden rund 200 m oberhalb der Baustelle in einer Geländemulde auf Boden der Bäuert Wengen deponiert werden. Nebst einer ökologisch und letztlich ökonomisch sinnvollen Lösung wird gleichzeitig eine markante Pistenverbesserung umgesetzt.

Einer naturnahen und damit auch Tourismus gerechten Gestaltung wird grosse Beachtung geschenkt. So werden die Stützmauern in Naturstein erstellt. Ein ökologischer Baubegleiter betreut und überwacht zudem während der Realisierungsphase die Einhaltung aller Umweltauflagen.

 

Baukosten

Das projektierende Ingenieurbüro Wild Ingenieure AG, Küssnacht hat zusammen mit den bahninternen Fachstellen die Gesamtkosten mit CHF 9.6 Mio. exkl. MWSt. beziffert.

 

Bilder

Strecke

Lauterbrunnen
Wengen
Kleine Scheidegg

Daten

Ausbau Doppelspurinsel:
Inbetriebnahme 11.12.2011
Realisierung 2011/2012
Planung gestartet in 2009

Beschaffung Fahrzeuge:
Planung ab 2013

 

Fakten Doppelspurinsel

Gleislänge neu: 912 m
Nutzlänge Ausweichstelle: 885 m
max. Steigung: 161 ‰
Länge total Stützmauern: 185 m
Anz. befahrb. Bahnübergänge: 1
Minimalradius Gleis: 60 m
Landerwerb: 4’756 m2
temp. Terrainnutz.: ca. 8'000 m2
Deponiefläche:  7'000 m2
Deponievolumen: ca. 13'000 m3 
Gesamtkosten: CHF 9.6 Mio. (exkl. MWSt.)






 

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