Jungfraubahn Holding AG + Berner Oberland-Bahnen AG

Jungfrau – Top of Europe ist eine Allianz der Jungfraubahn Holding AG (JBH) mit der Berner Oberland-Bahnen AG (BOB). Ziel der Allianz ist es, Synergien zu nutzen. Beide Partner bilden ein schlagkräftiges Team. Die JBH ist an der SIX in Zürich kotiert, die BOB-Aktie wird an der OTC-X der Berner Kantonalbank gehandelt. Im Rahmen der Allianz wird die Initiative „10 Monate Hochsaison“ unterstützt.

Jungfraubahn Holding AG

Die Jungfraubahn Holding AG (JBH) umfasst acht Tochtergesellschaften. Als Haupttätigkeit betreibt sie Ausflugsbahnen und Wintersportanlagen in der Jungfrau Region. Dabei wird dem Kunden ein Erlebnis in den Bergen und in der Bahn geboten. Die JBH definiert drei Geschäftsfelder: Jungfraujoch – Top of Europe, Wintersport und Erlebnisberge. An der Jungfrau Ski Region mit den Gebieten Kleine Scheidegg-Männlichen, Grindelwald-First und Mürren-Schilthorn hält die Jungfraubahn-Gruppe einen Umsatzanteil von über 60%. Zum Geschäftsfeld Erlebnisberge zählen die Ausflugsziele Grindelwald-First, Harder Kulm und Winteregg-Mürren. Das wichtigste Angebot ist die Reise zum Jungfraujoch – Top of Europe. Durch den langfristigen Aufbau eines Distributions- und Vertreternetzes kommt der Gruppe eine Leaderstellung in den asiatischen Märkten zu. Ferner betreibt sie ein eigenes Wasserkraftwerk, vermietet Räumlichkeiten für Restauration und verkauft auf ihrer Internetseite in Zusammenarbeit mit Partnerunternehmen vollständige Ferienangebote.

Berner Oberland-Bahnen AG

Die Berner Oberland-Bahnen AG (BOB) ist ein regional verankertes Transportunternehmen, das sich dem Service Public verpflichtet fühlt. Die moderne Regionalbahn hat eine Zubringerfunktion für die Ausflugsziele der Jungfrau Region und erschliesst die beiden Lütschinentäler von Interlaken Ost nach Grindelwald und Lauterbrunnen. Da die BOB ein Teil des öffentlichen Verkehrsnetzes betreibt, haben Bund und Kanton eine klare Aktienmehrheit erworben. Das Kerngeschäft der BOB ist die Vermarktung der zwei Bereiche Berner Oberland-Bahnen und Schynige Platte-Bahn. Letztere ist im touristischen Bereich tätig. Die Kombination der beiden Geschäftsfelder im Kerngeschäft, das Naturerlebnis Schynige Platte und die Synergien aus der Allianz mit der Jungfraubahn Holding AG sind die Erfolgsfaktoren der Aktiengesellschaft.

Strategie, Zielsetzung und neue Projekte

Ziel der Allianz ist es, Synergien zu nutzen. Im Rahmen der Allianz unterstützen die JBH und die BOB die Initiative „10 Monate Hochsaison“. Beide Partner streben internes Wachstum an durch bessere Auslastung der Zwischensaison.

Die JBH ist ein führendes touristisches Unternehmen und das bedeutendste Bergbahnunternehmen der Schweiz. Aus dieser Grundstrategie wird die Zielsetzung abgeleitet, den Wert der Gruppe als Value Stock für die Investoren kontinuierlich zu steigern. Ziel ist es, das Jungfraujoch – Top of Europe als Hauptertragsquelle zu stärken. Mittels stetiger Modernisierung der Bahnen soll die vom Markt geforderte Reisezeitverkürzung realisiert werden. Die Jungfraubahn-Gruppe und die Gondelbahn Grindelwald-Männlichen planen, gemeinsam eine V-Bahn zu bauen, die sowohl den Männlichen als auch den Eigergletscher erschliesst. Die Reisezeiten können damit verkürzt und die Qualität gesteigert werden. Im Rahmen des Projekts WABPlus wurden die Doppelspurinsel Wengen-Allmend ausgebaut und sechs neue Panozüge gekauft. Die Züge werden im Verlaufe des Jahres 2015 geliefert und anschliessend auf der Strecke Lauterbrunnen-Kleine Scheidegg eingesetzt. Damit kann der ständige Halbstundentakt gewährleistet werden.

Bei der BOB steht das Gewinnstreben nicht im Vordergrund, dennoch ist die Grundhaltung klar betriebswirtschaftlich. Ziel ist es, die Bahnen kostenbewusst zu betreiben, die Öffentlichkeit bezüglich Abgeltungsbedarfs zu entlasten und die Schynige Platte-Bahn aus eigener Kraft zu erhalten. Durch den Neubau des 700 Meter langen „Buechitunnels“ auf der Strecke zwischen Zweilütschinen und Grindelwald sollen die Risiken für Betriebsunterbrüche durch Naturgefahren aus der Welt geschaffen und der Fahrkomfort sowie die Fahrplanstabilität erhöht werden. Ein bedeutendes Investitionsprojekt ist weiter die Anbindung der Bahn an das Skigebiet Kleine Scheidegg-Männlichen mittels einer neuen Station Rothenegg Grindelwald. 

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