Firstbahn - Fahrt ins Ski- und Wanderparadies

Kernstück der Firstbahn ist die Sechsergondelbahn, die von Grindelwald über Bort und Schreckfeld auf First fährt. Die Gondelbahn kann 1200 Personen pro Stunde befördern und die Fahrzeit beträgt rund 25 Minuten. Neben der Gondelbahn gehören auch drei Sesselbahnen und zwei Skilifte zur Firstbahn AG, einer Tochtergesellschaft der Jungfraubahnen.

Bau der Sesselbahn nach dem Zweiten Weltkrieg

Erste Ideen für den Bau einer Firstbahn, allerdings als Standseilbahn, wurden in den 1930er Jahren entwickelt. Vor allem durch den Zweiten Weltkrieg gerieten die verschiedenen Projekte aber ins Stocken. Nach dem Ende des Krieges entwickelten die Ludwig von Roll’schen Eisenwerke AG ein neues System für Bergbahnen, das auch auf First angewandt wurde: die Sesselbahn. Die Kosten solcher Anlagen waren viel kleiner als die Investitionen für alle bisher bekannten Bergbahnsysteme. Begünstigt vom guten Wetter konnten auf Ende Dezember 1946 die Bauarbeiten zur Hauptsache beendet werden. Die vierte und letzte Sektion der Firstbahn wurde am 28. Februar 1947 fertiggestellt.

1986, wurde ein Ausbaukonzept für das gesamte Firstgebiet erarbeitet. Damit wurde auch die Erneuerung der Sesselbahn ein Thema, wobei vier Komponenten zum Umbau führten: Das Alter der Anlage, die Förderleistung, Komfortverbesserungen und Mängel bei der Linienführung der Sesselbahn. Dank einer leicht abgeänderten Linienführung und einer abgestimmten Planung konnte der Baubeginn für die neue 6er-Gondelbahn am 7. Juni 1990 mit dem Spatenstich für die Station Bort erfolgen. Die alte Sesselbahn fuhr ungehindert weiter, bis am 18. August 1991 definitiv Schluss war. Bereits im November 1991 wurde die neue Gondelbahn in Betrieb genommen. Sie legt die Höhendifferenz von 1105 Metern in 20 Minuten zurück.