Geschäftsbericht der Jungfraubahn Holding AG 2013

Auszug aus dem Jahresbericht 2013 der Jungfraubahn Holding AG
Wichtige Hinweise:
Der vorliegende Auszug aus dem offiziellen Geschäftsbericht wurde speziell für die Präsentation im Internet erstellt. Es handelt sich um eine stark gekürzte Version. Bitte beachten Sie, dass sich die Genehmigungsanträge / beschlüsse des Verwaltungsrates und der Generalversammlung auf die ungekürzte, gedruckte Version in deutscher Sprache beziehen. Nur dieser kommt Verbindlichkeit zu. Der vollständige Bericht (in Deutsch) kann mit dem unten stehenden Link heruntergeladen werden.
Die Berichterstattung ist stellenweise mit einem Blick auf mittel- und längerfristige Erwartungen verbunden. Alle auf die Zukunft bezogenen Aussagen beinhalten Unsicherheiten. Sie sind Projektionen, welche die Sicht der heutigen Entscheidungsträger reflektieren. Die tatsächlichen zukünftigen Ereignisse und Entscheide können insbesondere auf dem Hintergrund veränderter Umweltbedingungen anders ausfallen. Alle zukunftsbezogenen Aussagen basieren auf Fakten, wie sie zum Zeitpunkt des Erstellens des Berichtes im April 2014 vorlagen.


Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre Geschätzte Damen und Herren Der schöne Erfolg unserer Gruppe im Jahr des 100. Geburtstags der Jungfraubahn war eine herausfordernde Vorgabe. Es schien kaum möglich, dieses Ergebnis im Jahr danach zu übertreffen. Doch ein zweites Mal reisten auch 2013 über 800 000 Gäste aufs Jungfraujoch. Die Besucherzahl aus dem Vorjahr konnte mit 823 000 Personen praktisch gehalten werden. Gleichzeitig gelang es, im hart umkämpften Reisemarkt einen höheren Durchschnittsertrag pro Gast zu erzielen. Ausschlaggebend dafür waren die geringere Anzahl an Aktionen und Promotionen sowie die erfolgreiche Umsetzung von Preisanpassungen, auch im asiatischen Überseegeschäft. Im Gesamtunternehmen resultierte ein Verkehrsertrag von CHF 121,5 Mio. Dieser liegt 5,6 % über den Rekordeinnahmen aus dem Vorjahr. Aufgrund guter Ergebnisse in allen Geschäftsfeldern und begünstigt durch einen Geschäftsverlauf ohne negative Sondereffekte nahm der Gewinn sogar um 16 % zu. Mit CHF 30,2 Mio. erzielte die Jungfraubahn-Gruppe ein neues Rekordergebnis. Dank an Mitarbeitende Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben ihre Höchstleistung aus dem Vorjahr wiederholt. Dies nicht nur bei der Jungfraubahn, sondern auch auf den Skipisten, bis hin zur klei- nen Harderbahn, bei der die sechs Angestellten in der Sommersaison 2013 114 000 Gäste transportierten und damit einen Besucherzuwachs von erstaunlichen 18 % bewältigten. Für diese Einsatzbereitschaft gebührt dem gesamten Personal der Jungfraubahnen ein besonderes Dankeschön! Langfristige Geschäftsstrategie Das Geschäft mit Reiseveranstaltern ist unser stärkster Ertragspfeiler. Erneut konnte dieses im ganzen asiatischen Raum breiter abgestützt und gesteigert werden. Im Durchschnitt besuchten 60 Gruppen beziehungsweise 1730 Gruppenreisende pro Tag das Jungfraujoch. Dies ist das Resultat eines langfristigen Aufbaus. Kontinuität kennzeichnet unsere Geschäftspolitik, die sich in der Treue zu unseren asiatischen Geschäftspartnern und vor allem durch unsere Vernetzung in der Jungfrau Region ausdrückt. Als Value Stock orientieren wir uns an strategischen Finanzzielen, die auf eine gesunde Balance zwischen Cashflow und Investitionen ausgerichtet sind. Namentlich hatte sich die Jungfraubahn-Gruppe für die vergangenen zehn Jahre ein spezielles Free-Cashflow-Ziel gesetzt. Die feste Absicht, mit der Gruppe freie Mittel zu erarbeiten, wurde mit einer entsprechend langfristig ausgelegten Vergütungskomponente für Unternehmensleitung und Personal unterstrichen. Die Zielsetzung aus dem Jahre 2003 wurde per Ende 2013 erreicht und der über zehn Jahre kontinuierlich geäufnete Betrag wird zur Ausschüttung kommen. Bemessen wurde dieser am jährlich erzielten Free Cashflow.  V-Bahn Dank ihren klaren Zielvorgaben hat die Jungfraubahn-Gruppe in den vergangenen Jahren to- tal CHF 207,6 Mio. Free Cashflow erzielt. Sie steht nach der kapitalintensiven Erneuerung der Wengernalpbahn («WAB 2005» und Doppelspur «WABPLUS») längst wieder ohne Bankschulden da und ist entsprechend fit für einen weiteren Schritt in die Zukunft: Die V-Bahn macht die Reise zum Jungfraujoch noch kundengerechter und damit unsere Gruppe sowie die ganze Jungfrau Region noch wettbewerbsfähiger. Seinen Namen erhielt das Projekt aufgrund der zusammen mit der Gondelbahn Grindelwald-Männlichen AG (GGM) geplanten zwei Seilbahnen. In V-Form erschliessen sie ab einem gemeinsamen Terminal in Grindelwald Grund sowohl den Männlichen als auch die Station Eigergletscher am Tunnelportal der Jungfraubahn. Die Zusammenarbeit mit der GGM bringt grosse wirtschaftliche Vorteile und sichert der GGM die Eigenständigkeit. Damit kann die Aufgabe, den Gemeinden Grindelwald und Lauterbrunnen eine hervorragende Wintersportinfrastruktur zu bieten, geteilt werden. Die Gemeinden stimmen im Laufe des Jahres 2014 über die für dieses Vorhaben notwendigen Änderungen in den Nutzungsplanungen ab. Das 250-Millionen-Projekt stärkt das Jungfraujoch – Top of Europe und sichert den Skidestinationen Wengen und Grindelwald den qualitativen Anschluss an das internationale Wintersportgeschäft. Es ist in zwei Geschäftsfeldern beziehungsweise in der Sommer- und Wintersaison breit abgestützt. Die V-Bahn umfasst weitere wichtige Komponenten wie die Beschaffung von neuem Rollmaterial bei der Wengernalpbahn und der Jungfraubahn. Die Triebzüge der Wengernalpbahn sind bereits im Bau und mit der Bestellung der neuen Jungfraubahn-Züge am 24. Dezember 2013 machten wir uns gleich ein eigenes Weihnachtsgeschenk. Mit diesem Projekt verfolgen wir langfristige Perspektiven, engagieren uns für zusätzliche Arbeitsplätze und legen die Basis für weitere Investitionen in den Wintersport. Weitere Informationen über das 250-Millionen-Projekt finden Sie auf unserer Homepage unter www.jungfrau.ch/v-bahn. Ausblick Die Jungfraubahnen sind ansprechend ins neue Jahr gestartet. Insbesondere die Nachfrage aus Asien bleibt unverändert hoch. Der Wintersport und unsere Ausflugsziele für Familien, Sportler und Wanderer konnten grundsätzlich von der sanften Trendwende, die im Tourismus im letzten Jahr spürbar wurde, profitieren. Um uns vor unliebsamen Wetterkapriolen besser zu schützen, gilt es, im Wintersport den Ferienaufenthalt gegenüber dem volatileren Tages- geschäft zu fördern. Voraussetzung hierfür bildet eine qualitativ ansprechende Förderkapazität ohne Wartezeit ins Skigebiet – ein Schritt, den wir mit der V-Bahn vorbereiten. Dank Neben unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind wir vor allem unseren Kunden und auch den Behörden, den Gemeinden, den Bergschaften, den Tourismusorganisationen, den benachbarten Bahnen, den Wiederverkäufern, den Lieferanten, der Internationalen Stiftung Hochalpine Forschungsstation Jungfraujoch und Gornergrat sowie all den andern Partnern, mit denen wir eine fruchtbare Zusammenarbeit pflegen dürfen, zu herzlichem Dank verpflichtet. Schliesslich danken wir den Aktionärinnen und Aktionären für das Vertrauen in unsere Gruppe und für die Treue, die sie zur Jungfraubahn Holding AG halten.

Prof. Dr. Thomas Bieger                   Urs Kessler

Präsident des Verwaltungsrates        Vorsitzender der Geschäftsleitung

Geschäftsbericht 2013