Kraftwerk Lütschental

In Lütschental betreibt die Jungfraubahn AG ein eigenes Wasserkraftwerk mit zwei Maschinen (total 12 MW). Mit dem eigenen Mittelspannungs- (16 kV) und Verteilnetz (400 V) versorgt das Kraftwerk der Jungfraubahn ausserdem die Jungfraubahn, Schynige Platte Bahn, BOB, WAB und BLM sowie die Gemeinden Lütschental, Gündlischwand, Zweilütschinen und Burglauenen mit Strom.

Störungen und Pikett

Wir sind erreichbar unter +41 33 828 77 77

Planauskunftservice

Bei der Planung eines Bauvorhabens ist es wichtig zu wissen, wo sich unsere Werkleitungen befinden. Wir bieten für Planungsbüros, Unternehmer und auch Private in Zusammenarbeit mit der Energie Thun AG die Möglichkeit, sich selber über den Verlauf unserer Stromleitungen zu informieren. Die aktuellen Daten stehen 24 Stunden an 7 Tagen (24/7) zur Verfügung unter folgendem Link:

Planauskunftservice Kraftwerk Jungfraubahn

Für eine Planauskunft müssen folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Gültige E-Mail-Adresse
  • Einmalige Registrierung
  • Akzeptieren der Nutzungsbedingungen

Die Auskünfte (Pläne) werden per E-Mail als PDF (oder DWG/DXF) im A3/A4-Format im Massstab 1:200 an die registrierte E-Mail-Adresse versendet und sind kostenlos.

Bestellungen von Leitungsinformationen in anderen Formaten sind kostenpflichtig und können beim Kraftwerk Jungfraubahn bestellt werden.

Haben Sie Fragen oder wünschen Sie spezielle Planformate? Wir helfen Ihnen gerne unter [email protected] oder 033 828 77 77 weiter.

Geschichte

In den Jahren 1906/08 wurde im Auftrag der Jungfraubahn AG das heutige Wasserkraftwerk an der Schwarzen Lütschine zum Zweck der Bahnstromerzeugung gebaut. Im Laufe der Zeit wurden immer wieder kleinere und grössere Erneuerungs- und Modernisierungsarbeiten ausgeführt, ohne jedoch die Bausubstanz grundsätzlich zu verändern. Das markante, heute ein wenig durch die Uferbestockung versteckte, Maschinengebäude wurde seinerzeit nach Plänen des Architekturbüros Haller & Schindler aus Zürich gebaut.

Kraftwerk Jungfraubahn
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Kraftwerk Jungfraubahn

Meilensteine

  • Am 29. Oktober 1890 erhielt Adolf Guyer-Zeller in Zürich eine Bewilligung zur Anlage eines Wasserwerks an der Schwarzen Lütschine in Lütschental
  • Ende November 1906 wurden die Bauarbeiten in Angriff genommen. Der Bau wurde von der Elektrizitätsgesellschaft Alioth in Münchenstein-Basel als Generalunternehmerin ausgeführt. Für die Projektierung und die Bauausführung waren die Architekten Haller & Schindler in Zürich verantwortlich
  • Nach nur gerade zwei Jahren Bauzeit konnte am 3. November 1908 das Kraftwerk in Betrieb genommen werden. Ausrüstung der Zentrale: 4 Peltonturbinen à je 1‘370 PS mit Generatoren von je 1‘000 kVA, 7‘500 Volt, 400 U/min., 40Hz
  • Dank der Neuwicklung der Generatoren 1 bis 4 durch die Firma Haefely Basel konnte 1916 die Leistung der vier Generatoren auf je 1‘150 kVA gesteigert werden
  • Im Jahr 1923 wurden die vier Maschinengruppen für Frequenzen von 40 und 50 Hz, beziehungsweise 400 und 500 U/min. umgebaut
  • Eine fünfte Maschinengruppe mit einer Turbine von 2‘900 PS und einem Generator von 2‘500 kVA konnte 1926 in Betrieb genommen werden. Die fünf Maschinen waren bis 2010 in Betrieb
  • Ab 1932 konnte das Verteilnetz der Jungfraubahnen mit den Bernischen Kraftwerken BKW im Verbundnetz betrieben werden
  • 1960 konnte der Endausbau des Hochspannungsnetzes der Jungfraubahnen auf 16 kV und 50 Hz abgeschlossen werden. Der Frequenzumformer von 40 Hz auf 50 Hz konnte endgültig ausser Betrieb genommen werden
  • Am 27. Oktober 2003 wurden die Arbeiten für die neue Wasserfassung und Wehranlage in Burglauenen in Angriff genommen. Am 19. August 2005 konnte die neue Wehranlage feierlich eingeweiht werden
  • Aufgrund des Alters der vorhandenen Maschinen wurde 2008 der Neubau der Produktionsanlage lanciert. Die Arbeiten des Projekts „G55“ konnten im 2011 erfolgreich abgeschlossen werden. Neu sind 2 vertikal angeordnete 6-düsige Peltonturbinen in Betrieb, welche gemeinsam eine installierte Leistung von 11.5 MW aufweisen. Pro Jahr können anstelle von ca. 35 GWh neu ca. 55 GWh elektrische Energie erzeugt werden