Die fünf schönsten Bergseen

Welcher ist der schönste Bergsee im Berner Oberland? Alle sind märchenhaft, spiegeln bei Windstille Himmel und Berge und bezaubern mit glasklarem Wasser. Dennoch hat jeder unserer fünf Favoriten seinen eigenen Charme.

Bachalpsee: der Wintertaugliche

Der Bachalpsee gehört zu den beliebtesten Fotosujets der Region, und das nicht nur, weil er das imposante Schreckhorn spiegelt. Auch der breite Weg, der rund ums Jahr begehbar ist, macht ihn sommers wie winters zum Ausflugsziel. Liegt Schnee, sollte man unbedingt den Schlitten mitnehmen, um auf dem Rückweg nach Bort hinunterzurodeln.

Oberhornsee: der Abgelegene

Um zum Oberhornsee  zu gelangen, muss man ein wenig kämpfen. In rund vier Stunden wandert man von Stechelberg zum Seelein auf gut 2000 Meter über Meer – und kehrt dabei zurück zur Natur. Der Weg führt durch ein Naturschutzgebiet mit seltenen Pflanzen, und beim Besuch im Berggasthaus Obersteinberg wendet man sich ab von der modernen Zivilisation. Das Team serviert im Kerzenschein Spezialitäten aus regionalen Zutaten, die Maultiere hochgeschleppt haben.

Chlosterseeli: der Winzling

Eine wunderschöne Panoramawanderung führt in leichtem Auf und Ab von First zur Grossen Scheidegg. Von dort ist das Chlosterseeli (Antseeuwen) nur noch zwölf Gehminuten entfernt. Der Besuch des winzigen Bergsees lohnt sich (von Frühjahr bis Herbst) auch wegen der Umgebung: Antseeuwen hat für seine Artenvielfalt einen Kulturlandschaftspreis erhalten.

Sulzseewli: der Starke

Es heisst, das Sulzseewli  im Lauterbrunnental sei ein Kraftort. Selbst wer nicht daran glaubt, dürfte dem Zauber des Bergsees erliegen. Um hinzugelangen, nimmt man die Seilbahn von Lauterbrunnen nach Grütschalp. Dort beginnt ein abwechslungsreicher Weg mit Panoramablick auf Eiger, Mönch und Jungfrau. Er ist auch für Kinder gut machbar: Nach zweieinhalb Stunden ist das Ziel erreicht. Wer noch Kraft hat, marschiert weiter zur Lobhornhütte. Sie ist in der warmen Jahreszeit bewartet.

Sägistalsee: der Geheimnisvolle

Der beliebte Wanderweg von der Schynigen Platte zum Faulhorn und nach First bietet einen prächtigen Blick auf den Sägistalsee . Nur wenige steigen jedoch zum See herunter und verpassen so einen wunderbar ruhigen Ort. Das stille Wasser ist mit fast zehn Metern recht tief und verbirgt einen unterirdischen Abfluss. Mit etwas Geduld gibt es Forellen beim Springen zu sehen, und mit noch mehr Geduld darf man sie sogar fangen: Ein Fischereipatent für drei Tage ist beim Oberländer Fischereiverein zu bekommen. Voraussetzung: mindestens drei Jahre Mitgliedschaft.