Jungfraubahnen: Bereit für den Re-Start nach drei Monaten Unterbruch

Der Samstag, 6. Juni 2020, wird ein historischer Tag auf dem Jungfraujoch – Top of Europe: Erstmals seit dem 1. Weltkrieg stand die Jungfraubahn länger still. Nach drei Monaten Unterbruch können die Besucherinnen und Besucher der Jungfrau Region auch wieder den Interlakner Hausberg Harder Kulm oder Grindelwald-First bequem per Standseil- oder Gondelbahn erreichen. Die Schynige Platte-Bahn startet am 1. Juli 2020 in den Sommerbetrieb.

Der Direktor der Jungfraubahnen, Urs Kessler, freut sich, dass es wieder losgeht. «Die aktuelle Marktsituation führt dazu, dass das Jungfraujoch und all unsere Erlebnisberge für einmal den Schweizerinnen und Schweizern gehört». Die Aussicht von der Sphinx-Terrasse oder vom Plateau aus auf den Aletschgletscher, UNESCO-Welterbe Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch, sind genauso eindrücklich wie die Eisfiguren im Eispalast oder die Ausstellung "Alpine Sensation" im Felsinnern, sollte einmal das Wetter nicht mitspielen.

Die Jungfraubahn fährt seit 1912 auf der 9,3 Kilometer langen Strecke von der Kleinen Scheidegg auf das Jungfraujoch. Die Bahn wurde 1912, 16 Jahre nach Baubeginn, eröffnet. Ihr Bau ist ein Pionierwerk der Eisenbahngeschichte in den Schweizer Alpen. 2012 konnte sie ihr 100-jähriges Bestehen feiern.

Verschiedene Angebote

Wer in den nächsten Wochen und Monaten einen mehrtägigen oder wiederkehrenden Aufenthalt in der Jungfrau Region plant, kann auf verschiedene Angebote zurückgreifen. Mit dem neuen Jungfrau Corona Pass profitieren wiederkehrende Gäste von einer unlimitierten Anzahl Fahrten auf dem gesamten Streckennetz der Jungfraubahnen, inkl. Jungfraujoch – Top of Europe, bis Ende November 2020.

Für einen mehrtägigen Aufenthalt haben die Jungfraubahnen den Top of Europe Pass ins Leben gerufen. Gäste können mit dem Pass beliebige Fahrten an drei aufeinanderfolgenden Tagen im Geltungsbereich der Jungfraubahnen geniessen. Als Krönung gehört auch eine einmalige Retour-Fahrt zum Jungfraujoch zum Angebot.

Schutzkonzepte

Damit der Aufenthalt und das Reisen auf dem Netz der Jungfraubahnen, in den Bergrestaurants und Shops zu einem sicheren Erlebnis wird, kommen überall die entsprechenden Schutzkonzepte zur Anwendung. Für die Bahnen orientieren sich die Konzepte bezüglich Hygiene- und Distanzvorgaben an jenen für den öffentlichen Verkehr. Dort, wo ein Abstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann, wird das Tragen von Masken empfohlen. Wer keine Maske dabei hat, kann eine Maske an den meisten Bahnhöfen und Stationen der Jungfraubahnen zum Selbstkosten-Preis kaufen.

Die Angestellten der Jungfraubahnen, die in direktem Kundenkontakt stehen und nicht durch eine Plexiglasscheibe oder eine ähnliche Vorrichtung geschützt sind, schützen die Gäste, indem sie eine Maske tragen. Mit diversen Plakaten, Durchsagen und Hinweisen werden die Besucherinnen und Besucher auf das richtige Verhalten hingewiesen. «Wir sind überzeugt, dass unsere Gäste Solidarität mit den Mitreisenden und Eigenverantwortung zeigen», erklärt Jungfraubahnen-Direktor Urs Kessler.

Positiver Impuls für den Winter

Positive Impulse für die Jungfrau Region, den Kanton Bern und die Schweiz werden die Jungfraubahnen später im Jahr mit der Eröffnung des Generationenprojekts V-Bahn setzen. Mit dem modernen Terminal in Grindelwald Grund mit Anschluss an den öffentlichen Verkehr, einem Parkhaus, den Einkaufsmöglichkeiten und der 3S-Bahn «Eiger Express» beginnt im Dezember eine neue touristische Zeitrechnung.