Neue Bahnen, neue Stationen, viel Komfort und Qualität – die Jungfraubahnen brechen mit der V-Bahn in die Zukunft auf

Vier Redner und zwei Adler sind am Freitag, 4. Dezember 2020, im Zentrum der kleinen, feinen Einweihungsfeier für das Generationenprojekt V-Bahn gestanden. Mit der Eröffnung der Dreiseilumlaufbahn Eiger Express und des gesamten Terminals mit Shops, Skidepots, öV-Station und Parkhaus setzen die Jungfraubahnen als grösstes nationales Bergbahnunter-nehmen ein Ausrufezeichen in herausfordernden Zeiten – für die Jungfrau Region, den Kanton Bern und die Schweiz.

Ab Samstag, 5. Dezember 2020, gelangen Besucherinnen und Besucher rascher, bequemer und qualitativ hochstehend ins Wintersportgebiet rund um den Eigergletscher und die Kleine Scheidegg, wie auch auf das Jungfraujoch – Top of Europe. 47 Minuten gewinnen Gäste von überall in der Schweiz damit auf ihrer Reise mit dem Eiger Express – dank der direkten Anbindung an den öffentlichen Verkehr mit der Haltestelle der Berner Oberland-Bahn (BOB) beim Terminal in Grindelwald Grund.

Der moderne Terminal bietet Einkaufsmöglichkeiten auf mehreren Stockwerken, Verpflegungsmöglichkeiten, ein Sportgeschäft und Skidepots zum Mieten. Wer doch mit dem Auto anreist findet im über 1000-plätzigen Parkhaus Platz, wobei er seinen Parkplatz vorgängig reservieren kann. Mit den beiden Bahnen (Eiger Express und Männlichenbahn) können pro Stunde 4000 Gäste transportiert werden.

Hartnäckigkeit und Hingabe

Von einer «Meisterleistung aller Beteiligter», sprach denn auch Jungfraubahnen-Direktor Urs Kessler, beim Rückblick auf 908 Tage Bauzeit für das 470-Millionen-Projekt. Und Bundeskanzler Walter Thurnherr hielt in seiner Rede fest: «Es wurde mit Hingabe und unerhörtem Engagement, mit viel Sinn für Nachhaltigkeit und Liebe zum Detail eine grossartige Bahn an den Berg gebaut.»

Thurnherr verwies auch darauf, dass die Schweiz sich nicht von selbst weiterentwickelt, weder im Tourismus noch anderswo. «Dazu braucht es immer wieder Persönlichkeiten, die die Initiative ergreifen, hartnäckig eine Idee verfolgen, andere überzeugen, Rückschläge überwinden und schliesslich eine Vision umsetzen.»

Der Berner Regierungsrat Christoph Ammann bezeichnete die V-Bahn als «Visitenkarte des Berner Oberlands und des Kantons Bern mit internationaler Ausstrahlung». Die neue touristische Infrastruktur werde, wenn sich die Lage wieder einmal normalisiert habe, als «Turbo» wirken. Auch Thomas Bieger, Verwaltungsratspräsident der Jungfraubahn Holding AG zeigte sich überzeugt, dass «der Corona-Krise ein Zeitalter mit neuem Wachstum im internationalen Tourismus folgen wird». Die V-Bahn sei ausgerichtet auf die Bedürfnisse der heutige Generation Y und die Nachfolge-Generationen, so Bieger.

Urs Kessler sagte vor den Anwesenden, dass hinter der Idee der V-Bahn «die Überzeugung steht, dass Stillstand und ein Ausruhen auf Lorbeeren keine Option ist». Die Corona-Pandemie stelle die Jungfraubahnen noch zusätzlich vor grosse Herausforderungen. «Aber genau die V-Bahn macht uns an vorderster Front in ungeahntem Masse konkurrenzfähig und bereit für die Zukunft», erklärte der Jungfraubahnen-Direktor weiter. In einem Film warf dann der Adler Victor einen Blick aus der Vogelperspektive auf die Strecke der V-Bahn, bevor Adler Sherkan mit der Schere für das Durchschneiden des Bandes durch den Terminal flog.

Nachhaltigkeit und modernste Technik

Mit Blick auf die Zukunft und die nächsten Generationen wurde bei Konzeption und Bau der Bahnen und der neuen Stationen viel Wert auf modernste Technologie gelegt, ohne dabei die einmalige Landschaft und die Nachhaltigkeit aus den Augen zu lassen. Der Eiger Express bringt die Gäste in 15 Minuten von Grindelwald zum Eigergletscher, wobei die Bahn nur sieben Stützen braucht. Dies dank der Dreiseil-Technologie (3S-Technologie), bei der durch die doppelte Tragseilführung grosse Spannfelder mit wenigen Stützen windstabil überfahren werden können und so zum Beispiel keine Waldschneisen entstanden.

Im Rahmen der Umweltbaubegleitung kümmerte sich ein Agronom um die Erfolgskontrolle bei den umgesetzten Ersatzmassnahmen. Dabei ging es unter anderem um die Bandbreite der vorhandenen Pflanzenarten für die Wiederanpflanzung, die Berücksichtigung der Brutzeit der Schneehühner bei den Bauphasen oder die Schaffung neuer Fortpflanzungs-Tümpel für die Geburtshelferkröte in Grindelwald.

Volkswirtschaftliche Bedeutung und touristische Zukunft

Auch aus volkswirtschaftlicher Sicht hat die V-Bahn ihre Bedeutung. Die Wertschöpfung kann generell gesteigert werden, für die Gemeinde Grindelwald wie auch für die restliche Jungfrau Region ist mit zusätzlichen Steuereinnahmen zu rechnen, zudem konnten neue Arbeitsplätze geschaffen werden. 

Die V-Bahn sichert mittel- und langfristig die erfolgreiche touristische Zukunft der gesamten Jungfrau Region als Ganzjahres-Destination im Schweizer Tourismus. Sie bildet den Grundstein für die Destinationsentwicklung hin zu einer Premium-Destination. Die Schweiz verfügt so im internationalen Wettbewerb über eine top Winter- und Sommer-Destination mit modernem öV-Anschluss.

Die beliebten Wanderrouten zwischen Männlichen und Kleine Scheidegg oder unterhalb der Eigernordwand werden mit den Bahnen deutlich bequemer und schneller erschlossen. Der Ausgangspunkt des Eiger Trails und des Jungfrau Eiger Walks ist durch die neue 3S-Bahn Eiger Express ohne Umsteigen in 15 Minuten erreichbar. Die Kleine Scheidegg wird entlastet von Reisenden aufs Jungfraujoch und dadurch attraktiver für Ausflugsgäste und Wanderer. Sie wird zum Treffpunkt der Alpen. Gleichzeitig wird die Kleine Scheidegg entflechtet und die Station Eigergletscher erhält mehr Bedeutung als Knoten- und Umsteigepunkt.   

Redetext Bundeskanzler Walter Thurnherr

Redetext Jungfraubahnen-Direktor Urs Kessler

Video

Eiger Express aus Sicht des Adlers Victor