Baustart zur V-Bahn ist erfolgt

Heute, 3. Juli 2018, wurde der offizielle Spatenstich zur V-Bahn in Grindelwald gefeiert. Nach über fünfjähriger Planung konnten die Maschinen Mitte Juni auf Platz gebracht werden. Kurz danach erfolgte der Baustart zum 470 Millionen-Projekt.

Gemeinsam mit der Gondelbahn Grindelwald-Männlichen (GGM) realisieren die Jungfraubahnen das Generationenprojekt V-Bahn zur langfristigen Sicherung der touristischen Zukunft der gesamten Jungfrau Region. Nach über fünfjähriger Planung hat die Realisierung der Seilbahnen mit Terminal und Parkhaus inklusive öV-Anschluss an die Berner Oberland-Bahn in diesen Tagen begonnen.

Der offizielle Spatenstich zum 470 Millionen-Projekt wurde heute, 3. Juli 2018, in Grindelwald Grund gefeiert. Der Baubeginn erfolgte symbolisch mit einem überdimensionalen Spaten, dessen acht Griffe die einzelnen Elemente der V-Bahn darstellten. Auf dem Parkplatz der GGM, wo dereinst der neue Terminal und das Parkhaus stehen werden, bedankten sich die Verantwortlichen der Jungfraubahn Holding AG, der Berner Oberland-Bahnen AG und der Gondelbahn Grindelwald-Männlichen bei den anwesenden Gemeindepräsidenten aus Grindelwald und Lauterbrunnen für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit der letzten Jahre. Der Berner Regierungspräsident Christoph Neuhaus sagte vor den geladenen Gästen und Medien: «Hier entsteht ein Projekt mit grosser Strahlkraft, welches dem für den Kanton Bern so bedeutenden Tourismus wichtige Impulse geben kann. So wird das Projekt leuchten für den Tourismus im Berner Oberland und für den ganzen Kanton.» Die Erleichterung zum Baustart stand Urs Kessler, CEO der Jungfraubahnen, sichtlich ins Gesicht geschrieben, als er bekundete: «Ein historischer Moment für Grindelwald und die gesamte Jungfrau Region.»

Erst Männlichenbahn, dann Eigerexpress

Der Baustart zur V-Bahn ist in Grindelwald Grund sowie am Eigergletscher erfolgt. Höchste Priorität gilt dem Bau der neuen Gondelbahn Grindelwald-Männlichen. Die Bahn ist bis und mit Wintersaison 2018/2019 unverändert in Betrieb. Während des Sommers 2019 bleibt sie geschlossen, um pünktlich im Dezember 2019 mit der neuen 10er-Gondelbahn ab dem Terminal Grund in die Wintersaison 2019/2020 zu starten. Ebenfalls im Dezember 2019 erfolgt der direkte Anschluss an den öV mit der Inbetriebnahme der neuen Station Rothenegg der Berner Oberland-Bahn (BOB).

Die Wengernalpbahn ab Grindelwald zur Kleinen Scheidegg verkehrt während der gesamten Bauzeit gemäss Fahrplan. Der Eigerexpress wird im Dezember 2020 zusammen mit allen Bestandteilen des Terminals (Geschäfte, Gastronomie und Skidepots) sowie dem Parkhaus eröffnet. Die Bauarbeiten für den Eigerexpress und den Terminal starten ebenfalls im Sommer 2018. Die Realisierung des Parkhauses beginnt im Sommer 2019. 

Zukunft und Qualität

Die V-Bahn ist ein Projekt für die gesamte Jungfrau Region. Mit der Umsetzung der acht integrierten Bestandteile werden die Hauptziele Zukunft und Qualität verfolgt. Die Konkurrenzfähigkeit des Jungfraujochs und der Wintersportdestination im internationalen Wettbewerb werden nachhaltig gestärkt. Durch den direkten öV-Anschluss mit der neuen BOB-Station Rothenegg werden die Reisezeiten zum Jungfraujoch und ins Skigebiet um 47 Minuten deutlich verkürzt. Wichtige Verkehrsknotenpunkte werden entflechtet und die Attraktivität der Bahn gesteigert. Drei Projekt-Elemente konnten seit Ende 2015 bereits realisiert werden. Dabei handelt es sich um die Inbetriebnahme des neuen Rollmaterials bei der Berner Oberland-Bahn (BOB), der Wengernalpbahn und der Jungfraubahn.

BKW baut Unterstation Grindelwald neu

Auf dem Gelände des neuen Parkhauses, das für die V-Bahn gebaut wird, steht heute die Unterstation Grindelwald der BKW und der Jungfraubahnen. Um den Bau des Parkhauses zu ermöglichen, verschieben die Unternehmen die Anlage in einen Raum in der neuen Talstation Grindelwald Grund. Damit die Versorgung von Grindelwald und der Bergbahnen langfristig und bei steigendem Stromverbrauch sichergestellt ist, baut die BKW gemeinsam mit den Jungfraubahnen neue moderne und leistungsstärkere Komponenten ein.

Nach Ostern 2019 soll die neue Unterstation betriebsbereit sein. Die Unterstation ist ein Partnerprojekt der Jungfraubahnen und der BKW. Die Gesamtkosten für die neue Unterstation belaufen sich auf rund 7 Millionen Franken.