V-Bahn: Gondel des Eiger Express in Zürich präsentiert

Grosser Bahnhof für eine der Gondelkabinen des neuen Eiger Express im Hauptbahnhof Zürich. Die beiden CEOs der Jungfraubahnen und von Garaventa präsentierten am Dienstag, 25. August 2020, erstmals eine der 26er Kabinen der Öffentlichkeit. Das Datum war nicht zufällig gewählt: In genau 100 Tagen erfolgt die Eröffnung des Generationenprojekts V-Bahn, zu dem die 3S-Bahn Eiger Express genauso gehört, wie der neue Terminal in Grindelwald Grund sowie die bereits letzten Dezember eröffnete Männlichenbahn und die neue öV-Haltestelle der Berner Oberland-Bahn BOB.

Die Gondelkabine stiess beim Anlass in Zürich auf viel Interesse. Viele Passantinnen und Passanten nutzten die Gelegenheit um in der Gondel Platz zu nehmen, die speziell grossen Fensterscheiben und die moderne Inneneinrichtung genauer anzuschauen. «Von den Gondeln aus werden die Gäste auf der 15-minütigen Fahrt dank der weltweit einzigartigen Fenster eine einmalige Sicht auf die berühmte Eigernordwand geniessen können», sagte Jungfraubahnen-Direktor Urs Kessler.

Arno Inauen, CEO von Garaventa, erklärte: «Die neue 3S-Bahn Eiger Express ist die modernste Seilbahn ihrer Art und bietet den Gästen ein einzigartiges Fahrerlebnis. Damit die Sicht auf die Eigernordwand immer gewährleistet ist, verfügen alle Kabinen über Scheibenheizungen. Die mit Einzelsitzen, Sitzheizung, WLAN und Infotainment-Bildschirmen ausgestatteten Kabinen ermöglichen einen maximalen Fahrkomfort.»

Preisgekrönte Gondelkabine

Die neue 3S-Kabine ATRIA aus dem Hause der CWA Constructions SA in Olten – eine Tochtergesellschaft der Doppelmayr/Garaventa-Gruppe – hat mit ihrem überzeugendem Gesamtdesign den «Red Dot Design Award 2020» gewonnen. Der renommierte Preis ist ein Siegel, das hohe Designqualität prämiert und nur an Produkte vergeben wird, die herausragendes Design aufweisen.

Bei der Gestaltung der neuen Kabine und ihrer Ausstattungselemente wurde jedes Detail konsequent darauf ausgerichtet, dem Fahrgast von aussen und innen maximale Transparenz und Weitsicht zu bieten. Die schlanke Aluminiumstruktur und die grossflächige Panoramaverglasung prägen das äussere Erscheinungsbild und geben freie Sicht auf die Umgebung. Im Innern tragen ergonomische Formen und nachhaltige Materialien zum Wohlbefinden und Komfort der Passagiere bei.

Ab 5. Dezember 2020 in Betrieb

Ab dem 5. Dezember 2020 bringt die weltweit schwerste je gebaute 3S-Bahn, der Eiger Express, die Gäste in 15 Minuten vom Terminal in Grindelwald Grund zur Station Eigergletscher. 44 Gondeln mit je 26 Sitzplätzen sowie eine VIP-Gondel werden künftig pro Stunde 2200 Personen transportieren können. Damit sind die Wintersportgebiete und das Jungfraujoch – Top of Europe für alle zum Greifen nah. Der moderne Terminal in Grindelwald Grund mit verschiedenen Geschäften, der Anschluss an den öffentlichen Verkehr, das Parkhaus und die beiden neuen Bahnen Eiger Express und Männlichenbahn setzen ein grosses Ausrufezeichen in der touristischen Welt-Landschaft.

Mit dem 470 Millionen Franken Projekt V-Bahn setzen die Jungfraubahnen zusammen mit der Gondelbahn Grindelwald-Männlichen (GGM) gerade in diesen aussergewöhnlichen Zeiten einen positiven Impuls für die Jungfrau Region, den Kanton Bern und die Schweiz. Mit der vorgezogenen Eröffnung im Dezember bekommen die Wintersportlerinnen und Wintersportler die Gelegenheit, früher mit dem neuen Eiger Express in die Saison zu starten.

Aktuelle Arbeiten auf den V-Bahn-Baustellen

Aktuell gehen auf allen Baustellen der V-Bahn die Innenausbauarbeiten weiter. Das trifft sowohl auf das Parkhaus und den Terminal in Grindelwald Grund zu, als auch auf die neue Bergstation des Eiger Express und das neue, dritte Geleise der Jungfraubahn.

Bereits abgeschlossen ist der Seilzug für den Eiger Express. Die grosse Höhendifferenz von 1385 Metern und die Länge der Bahn mit 6480 Metern erforderten sieben Streckenstützen und Tragseile von einem Durchmesser von 58 Millimeter. Die Seilzugarbeiten dauerten von Ende April bis Mitte August. Für den Seilzug erfolgten die Vorarbeiten bereits während Monaten. Die rund 400 Tonnen an Montagewerkzeug beinhalten Seilwinden, Schutzgerüste für Bahn- und Strassenquerungen und Hilfsstützen. In mehreren Schwertransporten wurden die insgesamt vier Tragseile und das Zugseil nach Grindelwald transportiert.